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17.03., Zollbrücke: Saatgutbörse
Die Saatgutbörse gehört von nun an zur Frühjahrstradition des Theaters am Rand: Auch in diesem Jahr laden wir daher wieder herzlich zum Saatguttausch ein! Strikte EU-Bestimmungen drängen den Saatgutverkehr in immer engere und teurere Bahnen, sodass vor allem Klein-bauern und mittelständische Landwirte kaum noch die Möglichkeit haben, selbstbestimmt mit ihrer eigenen Saat- und Sortentradition umzugehen. Stattdessen dominieren globalisierte Massenkonzerne das Feld und setzen bewusst Monopolisierungsmechanismen ein, um die natürliche Vielfalt in eine gezüchtete Einfalt zu verwandeln. Nur der lebendige Austausch von Wissen und Saatgut kann diesem Prozess etwas entgegensetzen. Mit der Saatgutbörse im Theater am Rand möchten wir das unterstützen.
12:00 Uhr, Theater am Rand, Zollbrücke,
22.03., Berlin: Forum - "Mit Gift und Genen gegen Welthunger und Umweltzerstörung?"
Aktuell behaupten die Bundesregierung und Gentechnikanhänger wieder mit großer Vehemenz, die Agro-Gentechnik böte viele Vorteile und sei notwendig zur Sicherung der Welternährung. Im Forum "Mit Gift und Genen gegen Welthunger und Umweltzerstörung?" möchte die grüne Bundestagsfraktion eine Bilanz ziehen, welche Erfahrungen nach fast zwanzig Jahren kommerzieller Nutzung mit dieser Technologie gemacht wurden und welche alternativen Ansätze es gibt.
Mit vielen Fachleuten und anhand von Fallbeispielen aus den USA, Brasilien, Afrika und Indien wollen wir die konkreten Folgen der Einführung von Gentech-Pflanzen auf die Umwelt, die Agrarstruktur und die Ernährungslage, besonders auch in Bezug auf die Schlüsselgruppe der KleinbäuerInnen, analysieren. Dafür haben wir prominente ReferentInnen gewinnen können:
Prof. Antonio Andrioli wird uns per Video-Übertragung live über die Einführung von GVO in BRASILIEN und benachbarten Staaten und den Folgen für Mensch und Umwelt berichten. Dr. Suman Sahai von der "GeneCampaign" stellt die Erfahrungen INDIEN mit dem großflächigen Anbau gentechnisch veränderter Baumwolle vor und Dr. Hans Rudolf Herren analysiert die konzeptionellen Unterschiede zwischen dem von ihm koordinierten Weltagrarbericht und der von den G8-Staaten initiierten und v. a. auf AFRIKA ausgerichteten "New Alliance" zur Bekämpfung des Welthungers unter aktiver Einbeziehung von Akteuren aus der Privatwirtschaft. Aus Deutschland haben Dr. Dirk Zimmermann von Greenpeace und Stig Tanzmann von Brot für die Welt - evangelischer Entwicklungsdienst ihre Mitwirkung zugesagt.
14 - 18:30 Uhr, Deutscher Bundestag
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