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In Brandenburg haben sich bisher acht Gentechnikfreie Regionen gegründet:

Uckermark-Barnim

Märkisch-Oderland

Spreewald

Stechlin-Ruppiner Land

Fläming

Prignitz

Südlicher Barnim

Müritz-Ruppiner Land

Parchim/Prignitz


Aktionsbündnis gentechnikfreie Landwirtschaft Berlin-Brandenburg
Termine

14.05., Berlin: Aktionsbündnistreffen


Gentechnikfreie Region in der Prignitz wächst

Wie die "Gentechnikfreie Region Prignitz" mitteilt, haben sich weitere Landwirtschaftsbetriebe verpflichtet auf Gentechnik auf ihren Feldern zu verzichten. Aktuell beteiligen sich 81 Landwirtschaftsbetriebe mit ihren 36.400 Hektar an der gentechnikfreien Region. Allein 2011 sind 4000 Hektar dazugekommen. Eingebracht von Landwirten aus Quirling, Tüchen, Silmersdorf, Seedorf und Mesendorf.

MAZ-Artikel


Video-World-Kampagne zeigt erste Erfolge

Der Anfang ist gemacht: Die erste von über 30 Video-World-Filialen in Berlin wird zukünftig keine Gentechnik-Snacks mehr anbieten. Das Ergebnis ist ein Erfolg für die Greenpeace-Gruppe Berlin, die mit ihrer Kampagne „Gute Filme – schlechte Snacks“ den DVD-Verleiher dazu auffordert, gentechnisch veränderte Süßigkeiten und Chips aus dem Sortiment zu nehmen. Stichproben in einigen ausgewählten Video-World-Filialen hatten im Frühjahr dieses Jahres ergeben, dass Video World Schokoriegel, Chips und andere Direktimporte aus den USA vertreibt, die mit gentechnisch veränderten Zutaten hergestellt werden.
Neben Aktionen vor verschiedenen Video-World-Filialen, führt Greenpeace auch Gespräche mit den Entscheidern in der Unternehmenszentrale und in den Filialen. Das jüngste Gespräch fand mit dem Geschäftsinhaber der Video-World-Filiale in der Torstraße in Berlin-Mitte statt. Royko Kühn zeigte sich aufgeschlossen gegenüber den Problemen und Risiken, die der Anbau und Verzehr gentechnisch veränderter Nahrungsmittel mit sich bringen: "Grundsätzlich überlasse ich dem Kunden die Wahl, welche Produkte er kaufen möchte. Jedoch nehmen wir Süßigkeiten, die gentechnisch veränderte Zutaten enthalten, aus dem Sortiment. Denn die negativen Auswirkungen auf die Umwelt und die unerforschten Risiken für die Gesundheit der Verbraucher finde ich persönlich sehr bedenklich."
Dass viele Kunden von Video World kritisch gegenüber gentechnisch veränderten Süßigkeiten und Chips eingestellt sind, zeigen immer wieder die Gespräche, die Greenpeace vor den Geschäften mit den Verbrauchern führt. Kaum einem ist bewusst, dass viele der angebotenen Snacks gentechnisch veränderte Substanzen enthalten. Die Reaktion der Kunden zeigt, dass viele es begrüßen würden, wenn Video World ein gentechnikfreies Sortiment anbieten würde.


Brandenburger Landtag spricht sich gegen Anbau aber für Forschung aus

Der Landtag fordert die Brandenburger Landesregierung auf sich gegen AgroGentechnik einzusetzen. Gleichzeitig soll aber die Forschung unterstützt werden, sogar Freilandversuche mit genmanipulierten Pflanzen sollen möglich sein. Neben diesem Zugeständnis an die SPD haben sich aber die Grünen und die Linke inhaltlich durchgesetzt. Auf landeseigen Landwirtschafts- und Waldflächen soll der Anbau von Genpflanzen tabu sein. Pachtverträge werden entsprechend angepasst. Die Landesregierung soll sich für eine umfassendere Kennzeichnung von GenFood (Prozeßkennzeichnung) einsetzen. Gentechnikfreie Regionen und die Umstellung weg von Gensoja hin zu heimischen Futtermitteln sollen unterstützt werden.
Allerdings bleibt abzuwarten ob der Beschluss zu tatsächlichen Ergebnissen führen wird.

MAZ-Artikel
Beschluss-Text (pdf-Format)

Achtung Gen-Food in Berliner Videotheken

Greenpeace Berlin deckt auf: Video-World verkauft genmanipulierte Snacks
Mitglieder von Greenpeace Berlin protestierten am 16. Juni mit einem Banner mit der Aufschrift „Gen-World – gute Filme, schlechte Snacks“ und einem Infostand vor dem Berliner DVD-Verleiher Video-World gegen den Verkauf von genmanipulierten Süßigkeiten und Chips aus den USA. Eine Recherche von Greenpeace Berlin hat ergeben, dass der DVD-Verleih in größerem Maßstab Import-Produkte aus den USA vertreibt, die mit gentechnisch veränderten Zutaten hergestellt wurden. Die Vertriebsleitung des Berliner DVD-Verleihs lehnt es bisher ab, die Waren aus seinem Sortiment zu nehmen.

„In Zeiten, in denen ein Lebensmittelskandal den nächsten jagt, kann es einem Unternehmen nicht egal sein, was er an die Verbraucher verkauft. Noch immer gibt es keine ausreichende Forschung zu den Risiken von gentechnisch veränderten Lebensmitteln. Video World nimmt mit dem Angebot von Gen-Snacks die Zerstörung der Umwelt sowie die Gefährdung unserer Gesundheit billigend in Kauf“, sagt Christian Findeisen von Greenpeace Berlin.

Bei einer Stichprobe in 26 von insgesamt 36 Berliner Filialen von Video-World hat Greenpeace Chips, Schokoriegel und andere Süßigkeiten gefunden, die entweder gentechnisch veränderte Organismen enthalten oder zumindest laut Kennzeichnung enthalten könnten. Dabei entspricht die Kennzeichnung der Produkte meist nicht den gesetzlichen Vorschriften. Zwar hat die Vertriebsleitung von Video-World Greenpeace zugesichert, den Importeur umgehend zur korrekten Kennzeichnung der Waren aufzufordern, die Produkte selbst wollen sie aber, auch wenn sie mit Gen-Soja, Gen-Mais oder Gen-Zucker hergestellt wurden, weiter verkaufen.

Greenpeace Berlin

Land Brandenburg kündigt Unterstützung für gentechnikfreie Regione an - will aber kein Geld zur Verfügung stellen

Der Brandenburger Umweltstaatssekretär Daniel Rühmkorf hat eine Ausstellung unter dem Motto "Gentechnikfreie Regionen - Bürgerbewegung des 21. Jahrhunderts" angekündigt. Geld soll es aber für die Gentechnikfreien Regionen nicht geben, so Alrun Kaune-Nüßlein, Sprecherin der Brandenburger Umweltministerin Tack.

Artikel im Neuen Deutschland

Brandenburg bleibt dieses Jahr GenAnbauFrei

Wie sich nun herausstellte, wird Brandenburg in diesem Jahr vom Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen verschont bleiben. In den vergangenen Jahren hatte es im Elbe-Elster-Kreis noch vereinzelte Freisetzungsversuche mit gv-Mais (Syngenta) und gv-Kartoffeln (BASF) gegeben. Diese Versuche waren stets begleitet von regionalen Protesten. "Es freut uns natürlich, dass die Gentech-Konzerne endlich verstanden haben. Die Menschen in der Region Berlin-Brandenburg wollen keine gentechnisch veränderten Pflanzen - nicht auf den Feldern und nicht auf den Tellern", so Christof Potthof vom Aktionsbündnis.
Die Genehmigungen für Freisetzungsversuche der Firmen Syngenta und BASF sind auch dieses Jahr gültig. Eine BASF-Sprecherin teilte jedoch auf Nachfrage des Bündnisses mit, dass der Konzern davon in diesem Jahr keinen Gebrauch machen werde. Syngenta hatte - ebenfalls auf Nachfrage - auf das Standortregister verwiesen; dort sind die nach Genehmigung möglichen Versuche mit gv-Mais nicht eingetragen.
"Allerdings werden die Mitstreiterinnen und Mitstreiter des Aktionsbündnis jetzt die Hände nicht in den Schoß legen", so Potthof weiter: "noch werden zum Teil gentechnisch veränderte Futtermittel eingesetzt. Nicht zuletzt in den südamerikanischen Ländern Argentinien, Brasilien und Paraguay werden diese unter menschenunwürdigen Bedingungen angebaut. Das kann und das wird uns nicht egal sein." Erst vor wenigen Tagen hatte das Bündnis Besuch von Esther Leiva aus Paraguay. Ihre Berichte waren erschütternd.
Gentechnisch verändertes herbizidtolerante Sojabohnen benötigen in großer Menge Pestizide. Diese vergiften Menschen und Umwelt. Gerade in den letzten Jahren wurden mehr und mehr Effekte bekannt. Allein in diesem Jahr wurden von deutschen Nichtregierungsorganisationen bereits zwei Berichte zu Giften veröffentlicht, die in Verbindung mit gentechnisch veränderten Pflanzen stehen. Besonders ärgerlich ist, dass der WWF gemeinsam mit den Mitgliedern des RTRS diese Soja-Produktion auch noch mit dem Label "Nachhaltig" adelt.


Brandenburger Landtag debattiert über Agro-Gentechnik

Zur Zeit findet im Brandenburger Landtag eine Auseinandersetzung über die Agro-Gentechnik statt. Anlass ist ein Antrag der Grünen, in dem, kurz zusammengefasst, die Landesregierung aufgefordert wird sich klar gegen Agrogentechnik zu positionieren und die gentechnikfreie Landwirtschaft in Brandenburg zu unterstützen. Auf landeseigenen Flächen sollen Genpflanzen verboten werden.
Zu diesem Antrag fand im Landtag im Januar eine Debatte statt, in dem deutlich wurde, dass sich CDU und FDP für die Gentechnikkonzerne einsetzen und Grüne und Linke für die gentechnikfreie Landwirtschaft Partei ergreifen. Keine Einigkeit gibt es zu diesen Thema in der SPD. Der Antrag wurde in den Landwirtschaftsausschuss überwiesen. Als nächstes soll eine ExpertInnenanhörung im Landtag stattfinden.

Antrag der Grünen
Protokoll der Debatte im Landtag

Verunreinigtes Maissaatgut in Brandenburg gefunden

Bei Stichprobenuntersuchungen des Landes Brandenburg bei konventionellem Saatgut auf gentechnische Verunreinigungen wurden die Kontrolleure fündig. Die Sorte "Franki CS" ist mit dem Genmais BT11 verunreinigt. Bisher hat das Land zu diesem Fall keine weiteren Informationen z.B. über entsprechende Maßnahmen veröffentlicht.

Infoseite des MUGV

Erfolg im Streit um Saatgutreinheit

Die gentechnikkritische Bewegung erzielte einen deutlichen Erfolg gegen eine Aufweichung des Reinheitsgebotes für Saatgut. Mit überwältigender Mehrheit lehnte der Bundesrat am 18. März einen Vorschlag der Länder Niedersachsen, Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein ab, die strikte Nulltoleranz für Gentechnik im Saatgut durch eine "für alle Wirtschaftsbeteiligten praktikable technische Lösung" zu ersetzen.
Stattdessen fordert er: "Die Landwirtschaft muss auf einwandfreies Saatgut vertrauen und im Schadensfall einfach und zuverlässig Ersatz erlangen können. Es muss deshalb im Gentechnikgesetz unmissverständlich klargestellt werden, dass für die Reinheit von Saatgut einzustehen hat, wer es einführt oder sonst erstmals in Verkehr bringt."
Auch die Brandenburger Landesregierung machte sich die Argumente der GentechnikgegnerInnen zu eigen und stimmte entsprechend im Bundesrat ab.


Streit um Saatgutreinheit

Keine Gentechnik im Saatgut

Die Gentechniklobby versucht mit Hilfe der Bundesländer Niedersachsen, Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein im Bundesrat eine Aufweichung der Nulltoleranz bei Saatgut durchzusetzen. Dagegen protestieren die VertreterInnen einer gentechnikfreien Landwirtschaft. Denn eine gentechnische Verunreinigung des Saatguts torpediert alle Versuche sich die Gentechnik vom Acker zu halten.
Auch die Brandenburger Landesregierung wird auf der Bundesratssitzung am 18. März Farbe für oder gegen Agrogentechnik zeigen müssen. Dabei setzt sich wohl das Umweltministerium gegen das Landwirtschaftsministerium durch. Die Landesregierung liess gegenüber den PNN nun verlauten, dass sie gegen den Antrag zur Aufweichung der Nulltoleranz stimmen wird. Für eine klare Haltung der Landesregierung und die Beibehaltung der Nulltoleranz hatten sich auch der Bauernbund, die Grüne Liga und die Grünen ausgesprochen. Die Organisationen Campact und Save Our Seeds sammeln Online-Unterschriften für die Nulltoleranz.

PNN-Artikel
Presseerklärung der Grünen

Gentechnisch veränderte Öle in Berliner Restaurants

Das Aktionsbündnis für gentechnikfreie Landwirtschaft Berlin-Brandenburg hat mit der Unterstützung von Greenpeace-Berlin eine Recherche zu der Verwendung von gentechnisch veränderten Ölen in Berliner Imbissen und Restaurants durchgeführt. Dazu wurden alle zuständigen Stellen in den Berliner Bezirksämtern befragt.
In mindestens acht von zwölf Berliner Bezirken gab es 2009 gastronomische Einrichtungen, die bei der Zubereitung ihrer Speisen gentechnisch verändertes Öl benutzten. In all diesen Bezirken wurden Verstöße gegen die Kennzeichnungspflicht festgestellt. Darunter befinden sich mit Friedrichshain-Kreuzberg und Pankow auch solche, die für ihre vielfältigen Lokalitäten bekannt und beliebt sind.
Lediglich im Bezirk Spandau kam es nach Angaben des Gesundheitsamtes definitiv zu keinem Einsatz von "Genöl". Aus den übrigen drei Bezirken erhielten wir die Mitteilung, dass Betriebe nur bei nicht ordnungsgemäßer Kennzeichnung registriert worden wären, nicht aber bei gesetzeskonformer Anwendung. Es könnte demnach auch dort zu der Verwendung gentechnisch veränderter Öle gekommen sein. Allerdings, gibt es überall dort, wo solche Öle eingesetzt werden, eine Pflicht darauf hinzuweisen! Das heißt, ob in der Angebotsübersicht am Imbiss oder in der Speisekarte des Restaurants, immer muss eindeutig ersichtlich sein, dass es sich bei der Zutat um die von einer genmanipulierten Pflanze handelt. Dies gilt im Ã�brigen nicht nur für Öle, sondern für alle Lebensmittel!
Auf Grund fehlender Langzeitstudien und daraus resultierender Unwissenheit über die Folgen von genmanipulierten Pflanzen für Mensch und Umwelt, sowie deren Beitrag zur Zerstörung der Artenvielfalt lehnen das Aktionsbündnis für gentechnikfreie Landwirtschaft, Greenpeace sowie über 70 % der deutschen Bevölkerung Gentechnik in Lebensmitteln ab!
Wie bereits im Dioxin-Skandal zeigt sich auch bei Kontrollen in Restaurants, dass es an Personal fehlt, um den Schutz der Bürger vor genmanipulierten Zutaten in ihrem Lieblingsrestaurant oder dem Imbiss an der Ecke zu gewährleisten.
Daher fordert das Aktionsbündnis den Senat dazu auf, mehr Geld in die Sicherheit unserer Lebensmittel zu investieren und die Ergebnisse zu veröffentlichen! Wir appellieren außerdem an die Gaststättenbetreiber, nur gentechnikfreie Zutaten für ihre Speisen zu verwenden!
Christof Potthof, Mitarbeiter des Gen-ethischen Netzwerks und Sprecher im Aktionsbündnis für gentechnikfreie Landwirtschaft gibt zusätzlich noch folgendes zu bedenken:
"Der Anbau von gentechnisch veränderten Sojapflanzen hat insbesondere in Südamerika schlimme Folgen nach sich gezogen. Menschen werden mit Pestiziden vergiftet und der Regenwald wird abgeholzt. Das kann den Verbraucherinnen und Verbrauchern hier bei uns in Deutschland nicht egal sein - sie sollten den Einsatz dieser Sorten vermeiden, dafür brauchen sie die Wahl. Wählen können sie nur, wenn entsprechende Verwendung des gv-Sojas auch deutlich gekennzeichnet wird."


2011: Gentech-Anbau in Brandenburg?

Noch ist unklar, ob im Jahr 2011 genmanipulierte Pflanzen in Brandenburg angebaut werden. Der Genmais MON810 von Monsanto ist in Deutschland weiterhin verboten. Allerdings läuft ein Wiederzulassungsverfahren in der Europäischen Union und bei erneuter Genehmigung wäre damit auch das deutsche Verbot hinfällig. Das die neue Genehmigung noch rechtzeitig für diese Anbausaison erteilt wird ist unwahrscheinlich. Eine Anbaugenehmigung gibt es für die Stärkekartoffel Amflora der BASF. Allerdings hat BASF bisher weder Stärkefabriken noch Landwirtschaftunternehmen zur Kooperation überreden können. Einzigste Ausnahme ist ein Kartoffelzüchter in Mecklenburg-Vorpomern, der aber wegen der starken Proteste aus dem Genkartoffelanbau wieder aussteigt. Die BASF hat nun angekündigt nur auf einer kleinen Fläche in Sachsen-Anhalt die Kartoffeln anzubauen.
Auf jeden Fall müssen Landwirtschaftsunternehmen ihre Genanbaupläne drei Monate vor der Aussaat beim Standortregister anzeigen. Bisher sind dort keine Felder für Brandenburg gemeldet.
Zu erwarten ist die Fortsetzung der Freisetzungsexperimente im Landkreis Elbe-Elster. In Herzberg setzte Syngenta in den letzten beiden Jahren herbizidresistenten Mais frei. In beiden Jahren soll der Versuch von Unbekannten zerstört worden sein. Bereits seit drei Jahren läuft der Versuch der BASF mit Gen-Kartoffeln. Nach Protestaktionen wie eine Gegensaat ist der Versuch komplett umzäunt und wird durchgängig überbewacht.


Gentechnikfreie Region Prignitz wächst

Immer mehr Prignitzer Landwirte lehnen den Einsatz von Gentechnik ab. Dem 2008 gegründeten Agrarbündnis gentechnikfreie Region Prignitz gehören 75 Landwirtschaftsbetriebe an. Vor eineinhalb Jahren, als das Bündnis erstmals an die Öffentlichkeit trat, waren es lediglich 54. Die 75 Betriebe bewirtschaften 32 500 Hektar. Das sind 23 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche im Landkreis Prignitz. Die Bündnismitglieder stellen einen Querschnitt durch die Prignitzer Landwirtschaft dar. Die Durchschnittsgröße der beteiligten Betriebe beträgt 430 Hektar. Zu 90 Prozent wirtschaften sie konventionell und zu zehn Prozent ökologisch. Die meisten Flächen befinden sich im Raum Bad Wilsnack, Gumtow und Plattenburg.

Maz-Artikel

Brandenburgs Umweltministerin Tack scheut klare Positionierung

Nach der klaren Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes gegen den Versuch der Gentechlobby das Gentechnikgesetz zu Fall zu bringen, löste Brandenburgs Umweltministerin Anita Tack (Linke) mit einer Presseerklärung Irritationen aus. Während sie sich früher bereits klar gegen einen Anbau von Genpflanzen in Brandenburg aussprach, vermied sie diesmal klare Aussagen. Zwar begrüßte sie das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes, schrieb dann aber: "Transparenz der Verfahren und Haftung des Verursachers sind die Voraussetzungen für einen vernünftigen Umgang mit der umweltoffenen Anwendung dieser Technik". Wieso sie plötzlich davon ausgeht, dass es einen vernünftigen Umgang mit der Agrogentechnik geben könnte bleibt rätselhaft.
Auch die Ablehnung des Vorschlages der gentechnikfreien Regionen und des Aktionsbündnises, dass Brandenburg sich wie Thüringen dem Bündnis der gentechnikfreien Regionen anschliessen sollte, ist kaum nachvollziehbar. Es drängt sich der Eindruck auf, dass sich die Brandenburger Landesregierung davor scheut, klar Position gegen die Agrogentechnik und für die gentechnikfreie Landwirtschaft zu beziehen. Gegen einen möglichen Anbau von Genkartoffeln und Genmais im nächsten Jahr scheint die Landesregierung nichts unternehmen zu wollen. So müssen sich die Landwirte und Aktivisten der gentechnikfreien Regionen sich ohne Unterstützung BASF und Monsanto entgegenstellen.

Pressemitteilung des Umweltministeriums

Bündnis fordert: Brandenburg soll Gentechnikfreie Region werden

Die Gentechnikfreien Regionen Brandenburgs, zu denen sich 420 Landwirte mit insgesamt etwa 160.000 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche zusammengeschlossen haben, sowie das Aktionsbündnis gentechnikfreie Landwirtschaft Berlin-Brandenburg fordern die brandenburgische Landesregierung auf, dem Beispiel Thüringens zu folgen und das Land komplett zur Gentechnikfreien Region zu erklären.
Die thüringische Landesregierung unterzeichnet eine entsprechende Charta des Europäischen Netzwerkes gentechnikfreier Regionen am heutigen 23. November. Das Land begründet die Entscheidung mit der hohen Qualität der Land- und Ernährungswirtschaft als Markenzeichen des Freistaates, welches nicht mit dem Merkmal Gentechnik verknüpft werden soll.
Das Brandenburger Bündnis wünscht sich von seiner Landesregierung sich dieser Erklärung anzuschließen. Sie könne damit ein deutliches Signal aussenden, dass sie die hohe Qualität der Landwirtschaft im Lande erhalten möchte, sagte Volker Rottstock, Landwirt aus Deutsch Bork im Fläming und Sprecher der Gentechnikfreien Regionen Brandenburgs. Gentechnik bringe die Landwirtschaftsbetriebe in Abhängigkeit von internationalen Konzernen und habe negative Auswirkungen auf Natur- und Umweltschutz, auf den Tourismus sowie auf die Vermarktung regionaler Produkte, kritisierte Rottstock. (Pressemitteilung vom 23.11.2010)


Kreisbauernverband Oberhavel begrüßt Urteil des Bundesverfassungsgericht

Die Vorsitzende des Kreisbauernverbandes Oberhavel Beate Stuht begrüßt das Urteil des Bundesverfassungsgerichts über die Rechtmäßigkeit des Gentechnikgesetz. Das Gericht hat eine Klage des Landes Sachsen-Anhaltes zurückgeweisen und damit sowohl das Standortregister und auch die Haftungsregelungen des Gentechnikgesetzes bestätigt. Grundsätzlich sprach das Bundesverfassungsgericht davon, dass es legitim ist, die erhbelichen Risiken, die vom Anbau der Genpflanzen ausgehen, durch gesetzliche Regelungen zu minimieren.

Die-Mark-Online - Artikel

Brandenburgs Wirtschaftsministerminister spricht auf Gentechniklobbyveranstaltung

Der Brandenburger Wirtschaftsminster Ralf Christoffers (Linke) spricht am 1. November auf einer Lobbyveranstaltung in Potsdam, organisiert von BioTOP. Diese Organisation versteht sich als Vertreterin der Gentechnikkonzerne und der GentechnikforscherInnen in Berlin und Brandenburg, finanziert wird sie vor allem von den Ländern Berlin und Brandenburg.
Das es bei der Veranstaltung um die Durchsetzung der AgroGentechnik in Brandenburg geht, erschließt sich sowohl aus der Liste der angekündigten RednerInnen wie Gentech-Professor Müller-Röber aus Potsdam und aus dem Ankündigungstext, wobei darin nicht einmal von "Gentechnik" sondern ausschliesslich von "Biotechnologie" die Rede ist:
"Die Biotechnologie bietet in wachsendem Maße technologisches Potential zur Lösung von Problemen in den Bereichen Umwelt, Klima und nachhaltige Nutzung nachwachsender Rohstoffe. ... Die Nutzung nachwachsender Rohstoffe zum Aufbau neuer Stoffströme und zur energetischen Nutzung sowie die Verringerung von Treibhausgasen stehen im öffentlichen Interesse und bieten neue Ansätze für die Kommerzialisierung."
Wir können dem Wirtschaftsminister Christoffers nur sehr deutlich empfehlen sich lieber für eine gentechnikfreie Landwirtschaft und für die entsprechenden Verarbeitungs- und Vermarktungsbetriebe einzusetzen, statt mit der Teilnahme an einer solchen Veranstaltung der Gentechnikindustrie auf dem Leim zu gehen. Und auch die Finanzierung einer solchen Lobbyorganisation wie BioTOP durch Brandenburger Steuergelder gilt es zu beenden.


Brandenburgs Umweltministerin Tack spricht sich gegen Gentechnik aus

Die Brandenburger Umweltministerin Anita Tack (Linke) spricht sich gegen den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen in Brandenburg aus und fordert die Bundesregierung auf aktiv zu werden. Brandenburg ist mit seinen sieben gentechnikfreien Regionen ein Vorreiter der gentechnikfeien Landwirtschaft und das soll auch so bleiben. Die Bundesregierung fordert sie auf, endlich auf eine Initiative der EU-Komission zu reagieren. Diese plant zum einen das Zulassungsverfahren für neue Genpflanzen zu beschleunigen, will aber im Gegenzug den Mitgliedstaaten erlauben, den Anbau dieser Pflanzen einzuschränken oder zu verbieten.

Maz-Artikel

Auftaktkundgebung Falkenberg 'BASF - Mach dich vom Acker'

BASF - Mach dich vom Acker
GentechnikgegnerInnen protestierten am letzen Brandenburger Genversuchsfeld

24 GentechnikgegnerInnen, vor allem Menschen aus der Region rund um Falkenberg/Elster protestierten gegen den Freilandversuch mit gentechnisch manipulierten Kartoffeln der BASF. Nach einer kurzen Auftaktkundgebung mit Kaffee und Kuchen am Bahnhofsvorplatz in Falkenberg radelten die DemonstrantInnen mit gelben Luftballons geschmückt direkt zum Genversuchsfeld der BASF. Das kleine Kartoffelfeld ist mit einem hohen Zaun umgeben und wird ständig von Wachschützern bewacht. Die begrüßten die DemonstratInnen mit einem freundlichen "Da kommen die Idioten!".
In kurzen Redebeiträgen wurde auf die Verunreinigungsproblematik (siehe aktuellen Skandal in Schweden) und die aggressive Lobbypolitik des weltweit größten Chemiekonzerns BASF eingegangen.
Beobachtet wurde die Kundgebung von zwei Männern, die der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind. Dementsprechend deutlich distanzierten sich die DemonstrantInnen vom Versuch der Nazis in der Antigentechnikbewegung Fuß zu fassen.

Am Versuchsfeld bei Falkenberg 'BASF - Mach dich vom Acker'

Genmaisversuchsfeld bei Herzberg (Elbe-Elster) zerstört

Laut Indymedia und Lausitzer Rundschau wurde in der Nacht vom 15. zum 16. Juli das Genmaisversuchsfeld von Syngenta bei Herzberg zerstört. Auch im letzen Jahr soll der Versuch zerstört worden sein.
Damit bleibt der BASF-Kartoffelversuchsacker bei Falkenberg/Elster das letzte Genfeld in Brandenburg.

Indymedia-Artikel
Lausitzer Rundschau-Meldung

Saatgutskandal - Betroffene Felder in Brandenburg umgebrochen

Die drei in Brandenburg vom Saatgutskandal betroffenen Landwirtschaftsbetriebe haben inzwischen die verunreinigten Maisfelder umgebrochen. Angeordnet hatte das die Brandenburger Landesregierung. Die Landwirtschaftsbetriebe hatten ohne ihr Wissen das verunreinigte konventionelle Saatgut des Gentechnikkonzerns Pioneer (DuPont) gekauft. Bisher weigert sich der Konzern die betroffenen Landwirtschaftsunternehmen zu entschädigen, hier muss wohl der Gerichtsweg beschritten werden.
Der Gentechnikkonzern zweifelte die Analysen-Ergebnisse aus Niedersachsen, die auf den Skandal aufmerksam machten, an. Doch ein Landwirtschaftsunternehmen in Hessen vernichtete seinen Bestand mit einem Glyphosat haltigen Mittel. Da die nachgewiesene gentechnische Veränderung gegen dieses Mittel eine Resistenz erzeugt, blieben einige Pflanzen stehen. Die Überwachungsbehörde ließ diese untersuchen und fand das entsprechende Gentechnik-Konstrukt NK 603.

weitere informationen

Stand des Aktionsbündnis beim Umweltfestival 2010 in Berlin.

Stand des Aktionsbündnis beim Umweltfestival 2010 in Berlin


Landesregierung lenkt ein - Genmais muss untergepfügt werden

Nach zahlreichen Protesten hat die Brandenbruger Landesregierung ihre Position zum Genmaisskandal überdacht. Nun müssen die betroffenen Felder noch vor der Maisblüte umgepflügt werden. Drei Landwirtschaftsunternehmen hatten konventionelles Maissaatgut des Gentechnikkonzerns Pioneer gekauft. Dieses war gentechnisch verunreinigt, wie Labortests ergaben. Nun bleibt noch die Frage, ob Pioneer als Verursacher auch für den Schaden der für die betroffenen Landwirtschaftsunternehmen entstanden ist auch aufkommen wird. Noch weist Pioneer jede Verantwortung von sich.

maz-Artikel

Genmaisskandal - Landesregierung muss aktiv werden!

Wie jetzt bekannt geworden ist, haben mindestens zwei Landwirtschaftsunternehmen in Brandenburg unwissentlich gentechnisch verunreinigtes Maissaatgut auf ihre Felder ausgebracht. Es handelt sich dabei um konventionelles Saatgut des Gentechnikkonzerns Pioneer. Verunreinigt ist der Mais mit dem Konstrukt NK603, welches nirgendwo in Europa eine Zulassung besitzt. Diese Verunreinigung ist bereits Anfang März bei Kontrollen in Niedersachsen entdeckt worden. Die niedersächsiche Landesregierung blieb aber untätig und erst durch eine Klage und ein entsprechendes Gerichtsurteil konnte Pioneer nun gezwungen werden, Detailinformationen bekannt zu geben, so dass nun die betroffenen Saatguthändler und Landwirte ermittelt werden konnten. Um die Aussaat des kontaminierten Maises zu verhindern war es aber nun zu spät.
Um einen möglichen Schaden z.B. für benachtbarte Landwirte und Imker zu vermeiden, sollten die betroffenen Felder schnellstmöglich umgepflügt werden. Während das in Mecklenburg-Vorpommern bereits beschlossen wurde, weigert sich die Landesregierung in Potsdam bisher entsprechende Schritte einzuleiten. Das ist Unverantwortlich! Die betroffenen Landwirte sollten von den Verursachern des Skandals also Pionier und das Land Niedersachsen entschädigt werden. Der Skandal zeigt noch einmal, dass eine Koexistenz von Agrogentechnik und gentechnikfreier Landwirtschaft nicht möglich ist.

Die-Mark-Online - Artikel
Nordkurier - Artikel


Maissaatgut gentechnisch verunreinigt

Kurz vor Beginn der Aussaat Anfang Mai konnten Kontrollbehörden der Bundesländer jetzt eine unbeabsichtigte, massenhafte Verbreitung von Mais mit genetisch manipuliertem Erbgut abwenden: Bei den jährlichen stichprobenartigen Saatgut-Untersuchungen wurde in sieben Ländern bei importierten Maissamen genetisch verändertes Erbgut festgestellt.
"Bei fünf von insgesamt 33 Proben haben wir eine genetische Verunreinigung entdeckt", so Peter Rudolph, Referatsleiter Gentechnik im brandenburgischen Umwelt- und Verbraucherschutzministerium. Auf den Acker sei das Saatgut noch nicht gelangt. "Die betroffenen Lieferungen wurden bereits aus dem Verkehr gezogen und von den Lieferanten zurückgenommen", versicherte Rudolph. Mit weiteren Konsequenzen müssen sie aber nicht rechnen: "Verboten ist in Deutschland nur der Anbau".
Aber auch Rudolph kann nicht ausschließen, dass bereits genveränderte Nutzpflanzen unbemerkt im Land wachsen. "Es gibt in der Tat ein Höchstmaß an Unsicherheit", sagte er gegenüber den PNN. Schließlich könne immer nur ein Teil des Saatguts untersucht werden. Und dass die beanstandeten Lieferungen häufig aus Ländern kämen, in den auch genetisch veränderte Pflanzen angebaut werden dürfen, zeige, dass "in der Praxis eine Trennung offenbar nicht gewährleistet werden" könne, so Rudolph.

PNN-Artikel

Anbau 2010? - Genkartoffeln in Falkenberg/Elster

Zur Zeit ist in Deutschland der Anbau von Genmais noch immer verboten. Allerdings bemüht sich Monsanto um die Wiederzulassung des Genmais MON810. Ob der Konzern damit Erfolg hat und ob es noch rechtzeitig vor der diesjährigen Anbausaison gelingt ist sehr unwahrscheinlich. In Brandenburg wurden nur Felder in Lebus, Neureetz, Strausberg und Sonnewalde ins Standortregister eintragen.

Die neu zugelassene Genkartoffel Amflora der BASF wird in diesem Jahr in Brandenburg nicht angebaut. Allerdings betreibt die BASF bei Falkenberg/Elster wie in den letzten beiden Jahren einen Freisetzungsversuch mit Genkartoffeln. Ebenfalls im Landkreis Elbe-Elster befindet sich ein Versuchsfeld des Genkonzerns Syngenta. Bei Herzberg wird ein herbizidresitenter Mais angebaut. Möglich ist auch der Anbau von Genmais in Neutrebbin (Pioneer). Es gibt noch weitere genehmigte Freisezungen an anderen Standorten, von denen aber schon in den letzten Jahren kein Gebrauch mehr gemacht wurde. Möglich ist es auch, dass für woanders genehmigte Versuche einzelne Standorte nachgemeldet werden. Diese müßten dann 3 Werktage vor der Aussaat gemeldet und dann ins Standortregister eingetragen werden.

Flurstücksgenaue Karte der gemeldeten kommerziellen Genmaisfelder bei Google-Maps

Flurstücksgenaue Karte der Freisetzungen bei Google-Maps

Neue Berlin-Brandenburg-Karte zur Agrogentechnik im Netz

Das Gen-ethischen Netzwerk stellt einen spezieller Service für die Region Berlin-Brandenburg zur Verfügung. Eine Karte - mit Google-Maps erstellt - gibt Aufschluss über Orte, an denen Agro-Gentechnik stattfindet. Nach und nach soll dieser Service erweitert werden. Das GeN freut sich über Hinweise.

Karte

Genkartoffel zugelassen

Überraschend hat die EU-Komission am 2. März die Stärkekartoffel Amflora der BASF für den Anbau in Europa zugelassen. Und das trotz der Warnungen der EU- und der UN-Gesundheitsbehörden vor der in die Genkartoffel eingebaute Antibiotikaresitenz. Obwohl die Genkartoffel für den menschlichen Verzehr weder geprüft noch zugelassen ist, soll eine Verunreinigung (bis zu drei Kartoffeln in einem 25kg-Sack) gestattet werden. In Brandenburg ist in diesem Jahr nicht mit einem Anbau zu rechnen, nur in Mecklenburg-Vorpommern ist ein Feld im Standortregister verzeichnet worden.

mehr zur Amflora

Prignitz spricht sich gegen Agro-Gentechnik aus

Mit einer Gegenstimme sprach sich der Landwirtschafts- und Umweltausschuss für die Schaffung einer gentechnikfreien Regionen in der Prignitz aus. Einen entsprechenden Beschluss soll nun der Kreistag fassen. Der Kreistag Prignitz soll sich an Land- und Forstwirte, an die Gärtner sowie Verpächter von land- und forstwirtschaftlichen Flächen wenden und diese bitten, weiter auf den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen zu verzichten und sich zur "gentechnikfreien Regionen" zu bekennen.

MAZ-Artikel


Aus dem Koalitionsvertrag der neuen Brandenburger Landesregierung:
"Die Landesregierung unterstützt die Forschung zu Risiken und Chancen der modernen Gentechnik. Die Koexistenz beim Anbau, Saatgut und Futtermitteln muss gesichert werden. Gentechnikfreie Regionen in Brandenburg werden unterstützt. Die Landesregierung wird sich gegen die Patentierung von Tierarten einsetzen."


Versuchskaninchen demonstrierten in Neutrebbin

Über 100 Menschen demonstrierten am 20. September gemeinsam in Neutrebbin gegen den dortigen Genmaisversuch und die Pläne in Neutrebbin CO2 zu verpressen. Teilweise als Versuchskaninchen verkleidet lag der Focus an diesem Tag auf der Politik großer Konzerne wie Vattenfall und Pioneer/DuPont, die ohne Rücksicht auf die örtliche Bevölkerung ihre Experimente durchziehen, die Menschen vor Ort also als "Versuchskaninchen" missbrauchen.

Fotobericht und Demo-Aufruf
MOZ-Artikel

Illegales Gensoja im Tierfutter entdeckt

Bei einem Landwirt in Wulfersdorf wurde Kuhfutter aus Soja entdeckt, das in Europa nicht zugelassene Gensojasorten enthielt. Das Futter stammte aus einem Hamburger Futterwerk und darf jetzt nicht verfüttert werden. Der Landwirt, selbst Gentechnikgegner, will nun Schadensersatz beim Lieferanten verlangen.

MAZ-Artikel

Barnim: Kreistag lehnt Erklärung gegen Gentechnik ab

Im Barnim hält die Politik der Realität nicht Schritt. Während sich die Barnimer erfolgeich gegen Versuche der Gentechnikkonzerne engagieren (seit 2000 ist der Barnim gentechnikfrei) und die Bauern sich zu gentechnikfreien Regionen zusammenschliessen (inzwischen gibt es zwei im Barnim) hält die Mehrheit der Barnimer Kreistagsabgeordeten an der AgroGentechnik fest.

MOZ-Artikel


Genfrei-Aktivist Volker Rottstock bekommt Brandenburger Umweltpreis

Der Biobauer Volker Rottstock hat am 29. Juni für sein Engagement gegen die Agrogentechnik den Umweltpries des Landes Brandenburg verliehen bekommen. 2006 rief er die Initiative "Felder ohne Gentechnik im Fläming" ins Leben. Inzwischen beteiligen sich mehr als 70 Bauern - ökologisch und auch konventionell wirtschaftende - an dieser Initiative und verzichten auf den Anbau gentechnisch manipulierter Pflanzen. Unermütlich informiert Volker Rottstock bei Veranstaltungen und in Gesprächen über die Gefahren und Probleme der Agrogentechnik.
Herzlichen Glückwunsch!

MAZ-Artikel

MON810-Verbot gefeiert

"Wir wollen heute feiern, dass der Genmais-Anbau in Deutschland in diesem Jahr verboten wurde", sagte Gisela Ziehm, Vorsitzende des Naturschutzbundes (Nabu) Regionalverband Oberbarnim. Scheune und Wiese des Ferienhofs von Biobauer Ralf Behring in Leuenberg dienten am 28. Juni als Festplatz. Da sie nicht sicher sein könnten, dass das Verbot bleibt, müssten die Gruppen aber wachsam bleiben und sich immer wieder treffen.

Für die Gäste, zu denen auch Höhenlands Bürgermeisterin Helga Kowatzky zählte, gab es reichlich Informationsmaterial und biologisches Essen. Am Nachmittag wurde ein Film gezeigt, es gab Puppentheater und eine Naturführung. Auch Planungen für eine Aktion gegen das Genversuchsfeld in Neutrebbin fanden ihren Platz.

MOZ-Artikel

Weitere gentechnikfreie Region im Barnim gegründet

Am 7. Juni fanden sich zahlreiche LandwirtInnen und UnterstuetzerInnen in Tempelfelde ein um eine gentechnikfreie Region im südlichen Barnim zu gründen. 24 LandwirtInnen und GärtnerInnen haben sich freiwillig verpflichtet, auf ihren Feldern keine Genpflanzen anzubauen. Die Region umfasst bisher über 5000 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche. Hinzu kommen zahlreiche Waldflächen.
Im Norden des Landes gibt es bereits seit einigen Jahren die gentechnikfreie Region Uckermark-Barnim. Beide Regionen planen sich weiter zu vergrößern um zusammenzuwachsen.

Pressemitteilung (pdf-Format)

Pollenmonitoringbericht veröffentlicht

Auch im Jahr 2008 wurde bei Strausberg wieder untersucht, ob und in welchen Grössenordnungen Genmaispollen von kommerziellen Feldern in der Nähe eines Naturschutzgebietes in das Schutzgebiet gelangen. Dabei wurden die Untersuchungsergebnisse aus dem Vorjahr bestätigt. Die Genmaispollen fliegen in das Naturschutzgebiet und gefährden somit die geschützten Insekten, vor allem die Schmetterlinge.

Bericht (pdf-Format)

Endlich! Ein Sommer ohne Genmais! ... Feiern Sie mit uns!!!

Das Aktionsbündnis für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in Berlin und Brandenburg ist seinem namensgebenden Ziel einen guten Schritt nähergekommen ... - nicht zuletzt mit der Unterstützung der Aktiven in den meisten Regionen Deutschlands und Europas und der Entscheidung von Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner, den Anbau von gentechnisch verändertem Mais MON810 zu verbieten. Grund genug, im Sommer ein Fest zu feiern. Deshalb schon jetzt in den Kalender eintragen: Sonntag, 28. Juni 2009, von 11 bis 18 Uhr auf dem Bioland-Hof Ralf Behring, Berliner Strasse 23b, 16259 Leuenberg.


Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner verbietet Genmais MON810

Das Aktionsbündnis für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in Berlin und Brandenburg begrüsst die Entscheidung von Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) den gentechnisch veränderten Mais MON810 zu verbieten. "Das Verbot des insektengiftigen MON810 war längst überfällig", kommentiert Christof Potthof vom Aktionsbündnis. "In den vergangenen Jahren hatten sich die Hinweise gehäuft, dass der transgene Mais für Organismen schädlich ist, die eigentlich nicht von ihm vergiftet werden dürften", so Potthof weiter, und: "Allerdings hatte das zunächst auf niedrigem Niveau zunehmende Interesse an dem Genmais hier in der berlin-brandenburgischen Region bereits im letzten Jahr wieder nachgelassen. Auch für dieses Jahr hatte sich eine weitere Reduzierung der Anbaufläche des gentechnisch veränderten Mais angekündigt. "
Der Biologe arbeitet für das Gen-ethische Netzwerk (Berlin) und ist als einer der Sprecher in dem berlin-brandenburgischen Bündnis seit mehreren Jahren in der Region unterwegs, um vor dem Genmais zu warnen, aber auch, um in den vom Anbau transgener Sorten in Deutschland am meisten betroffenen Gebiet eine gesamtgesellschaftliche Debatte über die Zukunft der Landwirtschaft in Gang zu bringen. Der Anbau von MON810 hatte in den vergangenen Jahren doch erhebliche Unruhe in die Landwirtschaft der Hauptstadt-Region gebracht. Wenn auch dessen Anbau auf sehr niedrigem Niveau - weniger als 20 Landwirte im Lande nutzten das Saatgut des US-Konzerns Monsanto - stattgefunden hatte, so führte er doch zu so manchem Streit. Betroffen vom Anbau sind natürlich unmittelbare Nachbarn, aber auch die Natur- und Umweltschutz-Verbände. Und insbesondere auch Imkerinnen und Imker sind von dem Anbau insofern betroffen, als dass die Bienen den Pollen in die Stöcke eintragen können. Wird der gentechnische Mais im Honig nachgewiesen, darf dieser nicht mehr verkauft werden.
Allerdings ist das namensgebende Ziel des Aktionsbündnisses, die gentechnikfreie Landwirtschaft, mit dem Verbot des MON810 noch nicht erreicht: Freietzungsversuche können auch in diesem Jahr in Branenburg stattfinden können. Genehmigt sind der Anbau von transgenem Mais in Neutrebbin und Herzberg und von gentechnisch veränderten Kartoffeln in Falkenberg/Elster. Ausserdem ermöglicht das im vergangenen Jahr verabschiedete Gentechnikgesetz unter bestimmten Bedingungen die Nachmeldung von neuen Standorten, davon kann auch Brandenburg betroffen sein.


Auch in Herzberg ist Syngenta nicht willkommen

Nachdem der Versuch des Gentechnikkonzerns Syngenta im Barnim ein Genversuchsfeld einzurichten gescheitert ist, regt sich nun auch in Elbe-Elster Widerstand. Die Stadtverwaltung von Herzberg hat sich in einer Stellungnahme zum Genehmigungsverfahren gegen den Versuch in ihrer Gemarkung ausgesprochen. Begründet wird die Einwendung mit zahlreichen Fragestellungen zum Einsatz von gentechnisch veränderten Pflanzen in der Landwirtschaft und deren Auswirkungen auf den Menschen und die Natur. Die Stadtverwaltung vermisst eine umfassende Information der Öffentlichkeit durch Syngenta und notwendige Vorberatungen mit den Entscheidungsträgern der Stadt und der Region.

Lausitzer Rundschau-Artikel

Landgericht Frankfurt/Oder verurteilt Feldbefreier

In einer langen Prozessreihe hatte das Amtsgericht Bad Freienwalde 19 FeldbefreierInnen zu geringen Geldstrafen verurteilt, weil sie im Sommer 2007 bei einer öffentlichen Feldbefreiung in Altreetz Genmais "beschädigt" hatten. Fast alle von den Verurteilten eingelegten Berufungen wurden vom zuständigen Landgericht in Frankfurt/Oder wegen der geringen Geldstrafen von 15 Tagessätzen abgelehnt.
Am 10. März fand nun aber doch der erste Berufungsprozess statt. Der Angeklagte beantragte Freispruch, da er im Genmaisanbau eine so starke Gefahr für die Natur, die Gesundheit des Menschen und die Zukunft der Landwirtschaft sieht, dass er Feldbefreiungen für unbedingt notwendig und gerechtfertigt sieht im Sinne des "Rechtfertigenden Notstands" (Paragraf 34 Strafgesetzbuch). Dieser Rechtsauffassung schlossen sich aber weder Staatsanwaltschaft noch das Gericht an. Durch die Zusammenführung mit einer anderen Strafe kam es zu einem Gesamturteil von 30 Tagesätzen zu 30 Euro. Der Angeklagte machte deutlich, dass er sich trotz des Urteils an weiteren Feldbefreiungen beteiligen wird.
Der nächste Berufungsprozess findet am 16. April statt. Dieser Prozess ist von besonderer Brisanz, da einer der beiden Angeklagten Imker ist.


Mediation in Märkisch-Oderland

In Märkisch-Oderland wird ein Verfahren zur Mediation, also Vermittlung im Streit zwischen Befürwortern und Gegnern des Anbaus gentechnisch veränderter Pflanzen eingeleitet. Zum ersten Treffen am 13. März hat der Landrat Gernot Schmid Genmaisanbauer ebenso eingeladen wie Gegner des Gentech-Anbaus, Vertreter des Bauernverbandes oder der unteren Naturschutzbehörde. Die Leitung des Verfahrens hat Prof. Klaus Müller, der Leiter des Instituts für Sozioökonomie des ZALF in Müncheberg, übernommen.
"Das Verfahren ist Teil eines vom Bundeslandwirtschaftsministerium finanzierten Forschungsprojektes, in dessen Rahmen wir klären wollen, ob eine friedliche Koexistenz von konventionellem Anbau und dem gentechnisch veränderter Pflanzen überhaupt möglich ist", erklärt Prof. Müller. Der ZALF-Vertreter verweist ausdrücklich darauf, dass es sich um ein nichtöffentliches Verfahren handelt. "So ein Verfahren lebt von der Vertraulichkeit, damit es überhaupt eine Chance hat", weiss Müller. Schliesslich gehe es darum, Brücken zu bauen und nicht um weitere "Positionskämpfe in der Öffentlichkeit", die die Gräben nur vertiefen würden.

Moz-Artikel

Barnim bleibt gentechnikfrei

Nach zahlreichen Protesten wird es nun keinen Genmaisversuch im Barnim geben. Der Weeswower Landwirt stellt seine Fläche nicht mehr zur Verfügung. Viele Menschen aus Weesow und den umliegenden Dörfern und Städten hatten sich klar gegen den Versuchsanbau positioniert. Unter ihnen die benachbarten Landwirte und Imker, aber auch der Gemeindekirchenrat von Werneuchen und die Stadtverordnetenversammlung von Bernau.
Trotz des Rückzugs wollen die GentechnikgegnerInnen jetzt nicht locker lassen. Sie planen mehrere Veranstaltungen zum Thema und wollen versuchen auch im Niederbarnim eine gentechnikfreie Region zu etablieren.

Einladung (pdf)

Karten der Brandenburger Genmaiskarten im Netz

Greenpeace hat für die Anbausaison 2009 die angemeldeten Flurstücke der Brandenburger Genmaisfelder mit den Karten von Google-Maps verknüpft. Interessierte können sich von der Übersichtskarte bis hin zu genauen Detailkarten durchklicken. So wird die genaue Lage der Felder für alle sichtbar.

Übersichtskarte

Wieder falsche Angaben im Standortregister

Brandenburg überwacht den Anbau von Gen-Mais nicht ausreichend. Jeder neunte Standort ist mit falschen Angaben im staatlichen Standortregister angemeldet. Zu diesem Ergebnis kommt Greenpeace durch den Abgleich der Anmeldedaten mit der genauen Lage der Äcker. Damit ist es für ImkerInnen, Landwirte und HobbygärtnerInnen nicht möglich genau zu ermitteln ob sie vom Genmaisanbau betroffen sind. Die falschen Angaben im Standortregister waren auch schon in den letzten Jahren zu beobachten. Hier muss das Land als zuständige Kontrollinstanz endlich aktiv werden. Falsch gemeldete Felder sollten nicht mit Genmais bestellt werden dürfen.


Syngenta plant Freisetzungen in Brandenburg
Jetzt Einwendungen schreiben!

Der Gentechnikkonzern Syngenta hat beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit eine Freisetzung genmanipulierter Maispflanzen beantragt. Es handelt sich hierbei um herbizidtoleranten Mais. Der Versuch soll von 2009 bis 2012 gehen. Die Felder befinden sich in Werneuchen OT Weesow (Barnim) und in Herzberg OT Gräfenberg (Elbe-Elster). Dagegen können bis zum 5. April Einwendungen geschrieben und bis zum 5. März die Unterlagen eingesehen werden.

nähere Informationen
Bekanntmachung
Einwendung
Moz-Artikel

120 GentechnikgegnerInnen trafen sich in Eberswalde

Am 7. und 8. März trafen sich 120 GentechnikgegenerInnen, darunter viele aus Brandenburg, in Eberswalde. Sie informierten sich auf dem bundesweiten Treffen über die neuesten Entwicklungen, tauschten Erfahrungen aus und besprachen weitere Aktionen.

junge-Welt-Artikel
taz-Artikel

Zwei Einstellungen in Bad Freienwalde

Am 14.1.09 fanden am Amtsgericht Bad Freienwalde zwei weitere Prozesse gegen Teilnehmerinnen der Feldbefreiung 2007 in Altreetz statt. Wie üblich, wurde ihnen "gemeinschaftliche Sachbeschädigung" durch die Zerstörung einer "nicht unerheblichen Anbaufläche" des gv-Maises vorgeworfen.
In ihren Aussagen gingen die Angeklagten ausführlich darauf ein, dass Aktionen zivilen Ungehorsams gegen die "grüne" Gentechnik notwendig sind, da "mildere" Mittel (Demonstrationen, Unterschriftenlisten etc.) in aller Regel nicht zum Erfolg führen. Auch zum Tathergang äusserten sich die Angeklagten: beide sahen die Teilnahme an der Feldbefreiung v.a. als eine symbolische Aktion an, durch die es möglich wurde, die Probleme und Gefahren der Gentechnik in der Öffentlichkeit zu thematisieren.
Da die beiden Feldbefreierinnen nur wenige Genmaiskolben abbrachen um sie der Polizei als Beweismittel für eine Strafanzeige gegen Monsanto zu übergeben, stuften die Richterin als auch der Staatsanwalt die Schuld der Angeklagten als gering ein. Beide Prozesse endeten mit einer Einstellung des Verfahrens. Die Kosten der Verfahren trägt die Staatskasse.


Resümee: Genmaisanbau 2008 in Brandenburg

Im Raben Ralf ist ein Text des Aktionsbündnis gentechnikfreie Landwirtschaft Berlin-Brandenburg über das Genmaisanbaujahr 2008 veröffentlicht worden. Er gibt einen kurzen Überblick über die Entwicklungen des letzten Jahres und interpretiert diese.

zum Text

Planebruch verbietet Genmais

Die Gemeindevertretung von Planebruch hat - wie andere Orte im Amt Brück auch schon - einstimmig beschlossen, dass bei Neuverpachtungen und Änderungsverträgen das Verbot, gentechnisch verändertes Saatgut einzusetzen, Bestandteil der Verträge sein soll. In der Begründung verweisen die Abgeordneten auf die Sorgen und Existenznöte der Imker und Landwirte: "Der Anbau von Gen-Mais gefährdet die Existenz vieler landwirtschaftlicher und Imkerei-Betriebe".
Die "Initiative für einen gentechnikfreien Fläming" begrüsst die Entscheidung. "Wir überlegen, ob wir nicht den Gemeinden entsprechende Zertifikate oder Urkunden ausstellen, um die Beschlüsse zu bestärken", sagt Volker Rottstock vom Biohof aus Deutsch Bork.
Die Gemeinde Planebruch gehört zum Amt Brück und liegt im Landkreis Potsdam-Mittelmarkt.

MAZ-Artikel

Syngenta plant Freisetzungen in Brandenburg

Der Gentechnikkonzern Syngenta hat beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit eine Freisetzung genmanipulierter Maispflanzen beantragt. Es handelt sich hierbei um herbizidtoleranten Mais. Der Versuch soll von 2009 bis 2012 gehen. Unklar ist bisher, wo genau sich die Genversuchsfelder befinden sollen. Im Freisetzungsregister des Bundesamtes ist bisher nur zu lesen, dass ein Versuchsfeld in Sachsen-Anhalt und zwei Versuchsfelder in Brandenburg vorgesehen sind.

Freisetzungsregister

Erneut zwei Feldbefreierinnen verurteilt

Filz zwischen Politik und Gentechnikfirmen - den haben zwei angeklagte Feldbefreierinnen vor dem Amtsgericht in Bad Freienwalde dem Richter dargelegt. Der Filz zwischen Politik und Gentechnikunternehmen bringe die Demokratie an eine Grenze. Die Angeklagte Patrizia Dickräuter: "Seit Jahren will die Mehrheit der Menschen keine Gentechnik. Die Politik musste längst anerkennen, dass die Gentechnik unbeherrschbare Folgen hat. Darüberhinaus hat diese Technologie in den letzten Jahren Millionen an Fördergeldern geschluckt, sie gefährdet die bäuerliche Landwirtschaft und schafft selbst kaum Arbeitsplätze. Aber dennoch schaffen Freisetzung und kommerzieller Anbau immer weiter Tatsachen. Wer sich wehrt, steht einer unheilvollen Allianz von Politikern und Konzern- beziehungsweise Institutsvertretern gegenüber. Mir fällt in dieser Situation kein milderes Mittel ein, als ein starkes öffentliches Zeichen wie unsere Feldbefreiungen sie sind!"
Allerdings wurden sie dennoch zu 15 Tagessätzen verurteilt. Begründung des Richters unter anderem: Zum Zeitpunkt der Aktion im letzten Jahr habe die Maisblüte schon begonnen, womit die Gefahrenabwendung zu spät gekommen sei.


Initiative für eine gentechnikfreie Region im Landkreis Oder-Spree

In den letzten beiden Jahren wurden im Landkreis Oder-Spree keine Genpflanzen angebaut. Damit das auch so bleibt, soll nun eine gentechnikfreie Region gegründet werden. Das Ziel der "Initiative zur Schaffung einer gentechnisch freien Region im Landkreis Oder-Spree" ist ein freiwilliges Bündnis von Landwirten und Kommunalpolitikern, die sich gegen die Verwendung von Gentechnik in der Region aussprechen. Dreissig Unterzeichner hätten bereits zugestimmt. Zu den Unterstützern der Initiative gehören nach Glieses Auskunft auch konventionelle Landwirtschaftsbetriebe.
Mit einer "Selbstverpflichtungserklärung" sollen sich die teilnehmenden Landwirte verpflichten, nur gentechnikfreies Saatgut einzusetzen. Ausserdem sollen die Landwirte ihren Willen bekunden, in der Pflanzen- und Tierproduktion "wissentlich keine gentechnisch veränderten Organismen und Produkte einzusetzen".

MOZ-Artikel

Amtsgericht stellt Verfahren gegen mutmassliche Feldbefreierin ein

Eine französiche Staatsbürgerin musste sich am 03.09. wegen "Versuchter Sachbeschädigung" vor dem Amtsgericht Bad Freienwalde verantworten. Ihr wurde vorgeworfen direkt nach der öffentlich angekündigten Feldbefreiung am 22. Juli 2007 in Altreetz versucht zu haben auf ein Genmaisfeld zu gelangen um dort Genmaispflanzen zu zerstören. Als Beweis galt Polizei und Staatsanwaltschaft bereits, dass sie neben diesem Genmaisfeldes entlang gegangen war. Deswegen wurde sie auch von der Polizei in Gewahrsam genommen und über Nacht festgehalten.
Doch die Gerichtsverhandlung ging schnell zu Ende. Nach einer kurzen Auseinandersetzung darüber, ob die Angeklagte ein Recht auf Akteneinsicht hat, was die RichterIn verneinte und verweigerte, stimmten der Staatsanwalt und die Angeklagte einer Einstellung des Verfahrens zu. Die Kosten des Verfahrens inklusive der Auslagen der Angeklagten übernimmt die Staatskasse.
"Es ist völlig unverständlich, warum dieses Strafverfahren überhaupt eingeleitet wurde bzw. warum es nicht schon viel früher eingestellt wurde", so ein Prozessbeobachter direkt nach der Gerichtsverhandlung.
Wegen der öffentlichen Feldbefreiung am 22. Juli 2007 in Altreetz finden in diesen Wochen zahlreiche Prozesse statt. 14 Angeklagte wurden am Amtsgericht Bad Freienwalde bereits wegen Sachbeschädigung zu Geldstrafen zwischen 150 und 900 Euro verurteilt. Ein weiteres Verfahren wurde ebenfalls eingestellt, da der Angeklagte nur eine einzige Maispflanze herausriss, um sie dann der Filz zwischen Politik und Gentechnikfirmen - den haben zwei angeklagte Feldbefreierinnen vor dem Amtsgericht in Bad Freienwalde dem Richetr dargelegt. Der Filz zwischen Politik und Gentechnikunternehmen bringe die Demokratie an eine Grenze. Die Angeklagte Patrizia Dickräuter: "Seit Jahren will die Mehrheit der Menschen keine Gentechnik. Die Politik musste längst anerkennen, dass die Gentechnik unbeherrschbare Folgen hat. Darüberhinaus hat diese Technologie in den letzten Jahren Millionen an Fördergeldern geschluckt, sie gefährdet die bäuerliche Landwirtschaft und schafft selbst kaum Arbeitsplätze. Aber dennoch schaffen Freisetzung und kommerzieller Anbau immer weiter Tatsachen. Wer sich wehrt, steht einer unheilvollen Allianz von Politikern und Konzern- beziehungsweise Institutsvertretern gegenüber. Mir fällt in dieser Situation kein milderes Mittel ein, als ein starkes öffentliches Zeichen wie unseres Feldbefreiungen sie sind!" Allerdings wurden sie dennoch zu 15 Tagessätzen verurteilt. Begründung des Richters unter anderem: Zum Zeitpunkt der Aktion im letzten Jahr habe die Maisblüte schon begonnen, womit die Gefahrenabwendung zu spät gekommen sei. Polizei als Beweismittel gegen den Genbauern zu überreichen. Ein entsprechendes Strafverfahren gegen Monsanto und den Landwirt wegen illegalen Genmaisanbaus wurde bereits von der Staatsanwaltschaft eingestellt.


Genmaisanbau in Brandenburg geht zurück

Der Landwirt Christoph Plaas hat erst am 20.7. fünf Genmaisfelder bei Liebenwalde mit einer Gesamtgrösse von 130 Hektar abgemeldet. Landwirtschaftsunternehmen sind verpflichtet, unverzüglich Veränderungen ihrer Anmeldungen beim Standortregister anzuzeigen. Die um Monate verzögerte Abmeldung von Christoph Plaas stellt somit eine Ordnungswidrigkeit dar. Dass das Land Brandenburg dagegen konsequent mit einem Ordnungsgeld durchgreift, ist allerdings nicht zu erwarten.
Erst jetzt wird es somit amtlich, dass in Brandenburg in diesem Jahr weniger Genmais angebaut wird als noch 2007. Im letzten Jahr standen auf 1358 ha die genmanipulierten Pflanzen, in diesem Jahr sind es nur noch 1245 ha. Das ist ein Rückgang von 8%.


800m-Schutzzonen werden in den Landkreisen unterscheidlich gehandhabt

Ein Runderlass es Brandenburger Landwirtschaftsministeriums legt fest, dass innerhalb von 800m rund um Naturschutz- und FFH-Gebiete kein Genmais angebaut werden darf. Diese Regelung wird aber bisher an fast allen Genmaisstandorten nicht eingehalten. Schuld daran seien die Unteren Naturschutzbehörden der Landkreise, die sehr unterschiedlich mit der Verordnung umgehen und sie in der Regel bisher nicht durchsetzen, so das Brandenburger Landwirtschaftsministerium. Einzige Ausnahme scheint bisher der Standort Neuholland bei Liebenwalde zu sein. Hier klagt der Landwirt Christoph Plass gegen die Naturschutzbehörde des Landkreises, da sie ihm den Anbau in der Schutzzone untersagt hatte.

PNN-Artikel

Feldbefreiung bei Strausberg

In Hohenstein, einem Ortsteil von Strausberg, ist laut eines Bekennerschreibens im Internet, ein Genmaisfeld zumindest teilweise zerstört worden.

Bekennerschreiben

Demonstration und Feldbefreiung in Wildberg

Etwa 100 Menschen beteiligten sich an einer Demonstration gegen den Gentechnikanbau in Wildberg bei Neuruppin. An der Aktion des Barnimer Aktionsbündnis gegen Gentechnik beteiligten sich GentechnikgegnerInnen aus Brandenburg, darunter viele Menschen aus der Region, sowie TeilnehmerInnen eines Widerstandscamps gegen das geplante Bombodrom in der Kyritz-Ruppiner Heide.
Das Genmaisfeld befindet sich innerhalb eine Schutzzone um das FFH-Gebiet Oberes Temnitztal. Nach einem Runderlass der Brandenburger Landesregierung dürfte dort kein Genmais stehen. Deswegen forderten die DemonstrantInnen die Landesregierung auf, hier und anderen entsprechenden Orten endlich aktiv zu werden und den Genmais umpflügen zu lassen.
Ein grosses Polizaufgebot, mit Pferden und Hubschraubern sollte den Mais vor eventuellen Zerstörungsversuchen schützen. Trotzdem gelangten zwei FeldbefreierInnen während der Demonstration auf die gegenüberliegende Ecke des Feldes und machten dort 300 qm Genmais unschädlich. Nach der Demonstration kam es am Nachmittag und in der Nacht zu weiteren Feldbefreiungen auf einem Genmaisfeld im Nachbarort Lüchfeld. Dort wurden auf 1000 qm Genmais zerstört.

MAZ
Fotos
Ruppiner Anzeiger
RBB-Video
ddp
Berliner Morgenpost

Monsanto verurteilt

Am Freitag den 18. Juli 2008 kam es auf dem Marktplatz von Bad Freienwalde zu einer denkwürdigen Gerichtsverhandlung. Der Gentechnikkonzern Monsanto wird wegen Diebstahl, Körperverletzung und Umweltzerstörung verurteilt. Die Strafe: 8 Jahre Haft, Beschlagnahme des Konzernvermögens und der Verkauf von Saatgut wird dem Konzern für immer verboten.

MOZ-Artikel

Kundgebung beim Genmaisbauern

Etwa 15 GentechnikgegenerInnen nahmen den 2. Prozess gegen die FeldbefreierInnen von Altreetz zum Anlass, vor dem Wohnhaus des Genmaisbauern Piprek in Bad Freienwalde zu demonstrieren. Piprek baut bei Strausberg so viel Genmais an, wie sonst niemand in Deutschland. Auch in seinem Garten hat der fanatische Gentechnikfan ein Beet mit 3 qm Genmais bestellt. Dieser Mais wie auch einige seiner Felder bei Strausberg liegen innerhalb der vom Land verordneten 800 m-Schutzzonen rund um Naturschutz- und FFH-Gebiete. Allerdings hat das Land bisher versäumt diese Verordnung auch durchzusetzen und den illegalen Genmaisanbau zu unterbinden.
Bei der anschliessenden Gerichtsverhandlung gegen einen Landwirtschaftstudenten, ging es wieder um die Feldbefreiung die im Juli 2007 in Altreetz für Schlagzeilen sorgte. Die Richterin verurteilte den Feldbefreier zu einer Geldstrafe von 15 Tagessätzen wegen Sachbeschädigung. Weitere Gerichtsverfahren werden folgen.

MOZ-Artikel
RBB-Video

Feldbefreier verurteilt

Am 4.7. fand der erste Prozess gegen die FeldbefreierInnen von Altreetz statt. Sie hatten im Sommer 2007 5 Hektar Genmais unschädlich gemacht. Die Richterin verurteilte die beiden Feldbefreier zu jeweils 20 Tagessätzen. Vor der Verhandlung demonstrierten 17 GentechnikgegnerInnen gegen die Kriminalisierung der FeldbefreierInnen und den Genmaisanbau in der Region. Durch ein völig unangemessenes Polizeiaufgebot erreichten sie viele Menschen in Bad Freienwalde mit ihrem Inhalten. Weitere Prozesse und Aktionen werden folgen.

MOZ - Artikel
Junge Welt - Artikel
taz - Artikel

Video über die Gentechnikfreie Region Fläming & die Arbeitsgemeinschaft innovativer Landwirte

In einem Video des EED über gentechnikfreie Regionen kommt vor allem der Biobauer Volker Rottstock aus der gentechnikfreien Region Fläming zu Wort. Zu sehen sind auch Einschätzungen zur Organisierung der Gentechnik-Landwirte im Arbeitskreis innovativer Landwirte und Bilder von den Gentechnikprotesten bei der diesjährigen BraLa.

Video

Falkenberg: BASF hält an Kartoffelversuch fest

Bereits im letzten Jahr hat die BASF eine Genehmigung für einen Versuch mit genmanipulierten Kartoffeln in Falkenberg (Elster) bekommen. Hierbei handelt es sich um die Sorte Amflora, eine stärkeveränderte Kartoffel, der seit Jahren die Genehmigung für den kommerziellen Anbau in der EU versagt wird.
Während die BASF im letzten Jahr von diesem Versuch keinen Gebrauch machte, hat sie den Versuch nun am 8.5. ins Standortregister eingetragen. Die Eintragung im Standortregister ist wie so oft falsch. Statt der dort angegebenen Gemarkung "Bad Liebenwerda" handelt es sich um die Gemarkung "Köhlsa". Es ist die selbe Fläche auf der GentechnikgegenerInnen bereits im April gentechnikfreie Kartoffeln eingepflanzt haben um einen weiteren Kartoffelversuch der BASF zu verhindern (siehe unten). Dieses Feldstück ist inzwischen vom Unkraut überwuchert und wird ständig von einem Wachschützer bewacht. Ob die BASF ihren Versuch trotz der bereits eingebrachten gentechnikfreien Kartoffeln durchführen wird, werden die nächsten Wochen zeigen.


"Es geht um die Frage, wem Pflanzen und Tiere gehören"

Geschäftsführer Reinhard Jung über den Kampf des Brandenburger Bauernbundes gegen die AgroGentechnik

... auf dem Spiel steht die unternehmerische Freiheit unserer Landwirtschaftsbetriebe. Gentechnisch veränderte Pflanzen und Tiere sind patentiert, das heisst sie gehören mitsamt ihren Nachkommen nicht dem Landwirt, sondern dem Hersteller. Der Landwirt kauft sich lediglich durch Zahlung von Lizenzen ein zeitweiliges Nutzungsrecht. Das ist schon eine andere Konstellation als die, die wir heute kennen, auch wenn die Saatgutwirtschaft seit langem versucht, mehr Geld aus den Landwirtschaftsbetrieben herauszupressen. Bei der Gentechnik haben wir es allerdings nicht mit mittelständischen Saatgutunternehmen zu tun, sondern mit einer Handvoll weltweit agierender Agrarkonzerne. Und deren Macht geht zum Beispiel in Amerika so weit, dass sie Lizenzzahlungen sogar von Landwirten erzwingen, die nie gentechnisch verändertes Saatgut angebaut haben. Dass durch Pollenflug oder Verunreinigung von Erntemaschinen die patentierte Saat in den Boden gelangt ist, reicht aus, und das Schlimme ist, dass die Konzerne vor Gericht bisher immer Recht gekriegt haben.

Das ganze Interview

Fraktion DIE LINKE stellt gentechnikkritischen Antrag im Landtag

Die von der Bundesregierung erlassenen Massnahmen zur Sicherung der so genannten Koexistenz - Sicherheitsabstände von 150 bzw. 300 Metern - reichen nicht aus, um die gentechnikfreie Landwirtschaft zu schützen. Das lässt sich aus der Untersuchung von 2007, welche dem aktuellen Erlass zu Grunde liegt, schlussfolgern. Daher sind nach Ansicht der Fraktion DIE LINKE entsprechende Massnahmen zur Unterbindung von Freisetzung, Verkauf u.ä. zu treffen. Darüber hinaus ist vom Land alles zu unternehmen, um einen umfassenden Widerruf der gentechnikrechtlichen Genehmigung / Zulassung hinsichtlich MON810 auf nationaler wie EU- Ebene zu erreichen und dem Anliegen gentechnikfreier Regionen im Land entgegenzukommen.

Das Antrag im pdf-Format

Biobauerndemo auf der BraLa in Paaren/Glien

Am 2. Mai potestierten etwa 30 GentechnikgegenerInnen, unter ihnen einige Bio-Bauern auf der Landwirtschaftsausstellung (BraLa) in Paaren/Glien. Anlass war die Jahresversammlung des Brandenburger Bauernverbandes. Aber auch diese Demonstartion führte bisher zumindest noch nicht dazu, dass der Bauernverband seine "neutrale" Haltung zur AgroGentechnik aufgibt.

DemonstartInnen auf der BraLa


Land duldet Rechtsbruch - Illegales Genmaisfeld in Forst

Seit diesem Jahr gilt in Brandenburg zwischen Feldern mit Genmais und Naturschutzgebieten ein Mindestabstand von 800 Metern. Durch diese Regelung sollen z.B. seltene Schmetterlinge geschützt werden. Zahlreiche der bereits im Januar gemeldeten Genmaisfelder liegen innerhalb dieser 800-Meter-Zonen. So auch zwei Felder der Agrargenossenschaft Forst, die dementsprechend am 22. April wieder abgemeldet bzw. entsprechend verkleinert wurden. Doch gleichzeitig meldete die Agrargenossenschaft ein neues Feld als Ersatzfläche an. "Dieses neue Feld ist aber eindeutig rechtswidrig", sagt Thomas Janoschka vom Aktionsbündnis gentechnikfreie Landwirtschaft Berlin-Brandenburg.

Presseerklärung

Gentechnikfreie Region in der Prignitz gegründet

Auf einer Veranstaltung am 17.4. in Perleberg wurde die achte Gentechnikfreie Region in Brandenburg gegründet. Mit dabei sind die Kirchenkreise Perleberg-Wittenberge und Havelberg-Pritz walk, die in den Pachtverträgen für Kirchenland, das landwirtschaftlich genutzt wird, die Anwendung der Gentechnik untersagen. Das betrifft in der Prignitz knapp 3400 Hektar. Hinzu kommen Flächen in Sachsen-Anhalt. 3700 Hektar gentechnikfreie Fläche bringt Dieter Krull, Geschäftsführer mehrerer Agrarunternehmen in Lenzen ein.

SVZ-Artikel

Bezirk Pankow erklärt sich zur Gentechnikfreien Region

Mit gut 2.000 Hektar Landwirtschaftsfläche, wovon die Hälfte in öffentlichem Besitz ist, verfügt Pankow direkt über ein Viertel der Landwirtschaftsflächen im Land Berlin.

Artikel

Genmaisversuch in Neutrebbin genehmigt

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hat damit wie immer alle Argumente aus den eingegangenen 151 Einwendungen ignoriert. Für den Versuchsanbau in Neutrebbin ist Mais der Linie 98140 vorgesehen, in den ein Gen aus dem Bodenbakterium Bacillus licheniformis sowie ein verändertes Maisgen übertragen wurde. Die Genmanipulation macht die Maispflanzen resistent gegen zwei gegen Unkrautvernichtungsmittel (Herbizide).

MOZ-Artikel

Kartoffelversuch der BASF in Falkenberg (Elster) verhindert

60 Menschen beteiligten sich am 13.04. an einer Fahrraddemonstration von Bahnhof Falkenberg (Elster) zu einem geplanten Genversuchsacker der BASF. Der weltweit grösste Chemiekonzern plante dort einen Versuch mit genmanipulierten Kartoffeln. Auf dem Feld pflanzten die DemonstrantInnen zahlreiche gentechnikfreie Kartoffeln ein, so dass der Versuch nicht mehr mit vertretbarem Aufwand wissenschaftlich auswertbar ist. Ein anwesender Vertreter der BASF deutete bereits an, dass die BASF so zur Aufgabe des Versuches gezwungen ist. Aufgerufen hatte zu der Aktion das Barnimer Aktionsbündnis gegen Gentechnik. Die Polizei beobachtete das Geschehen hielt sich aber ansonsten zurück.

Die Ortsgruppe La Via Campesina Falkenberg hatte bereits einige Tage vorher 40 kg Saatkartoffeln in das Feld eingebracht. Sie lädt alle Menschen ein, dieses Feld als ein öffentliches zu betrachten. Jede Interessierte soll dort Kartoffeln pflanzen und im Herbst ernten können; selbstverständlich nur gentechnikfreie Kartoffeln. Die Aktion fand im Rahmen des globalen Aktionstages von La Via Campesina am 17.4. statt. An diesem Tag finden weltweit Aktionen statt um der Forderung nach Ernährungssouveränität, also dem Recht jedes Menschen auf Land, Saatgut und Wasser, Nachdruck zu verleihen.

Von insgesamt vier angemeldeten Versuchsflächen bleiben nun nur noch die Felder in Thulendorf (Mecklenburg.Vorpommern) und Ausleben (Sachsen-Anhalt) übrig. In Müncheberg (Brandenburg) zog die BASF nach starken Protesten der örtlichen Bevölkerung ihren Antrag zurück. Inzwischen hat auch die Stadtverordnetenversammlung von Falkenberg (Elster) reagiert: Auf landwirtschaftlichen Flächen die die Stadt verpachtet ist der Anbau von Genpflanzen verboten.

Video

800 m Mindestabstand zwischen Genmais und Naturschutzgebiet

In Brandenburg gilt künftig zwischen Feldern mit Genpflanzen und Naturschutzgebieten ein Mindestabstand von 800 Metern. Einen entsprechenden Erlass fasste jetzt das Brandenburger Agrar- und Umweltministerium. Durch die Regelung sollen seltene Schmetterlinge geschützt werden.


Protest erfolgreich: Keine Kartoffelfreisetzung im Müncheberg

Der Landwirt, der der BASF eine Fläche für einen Freilandversuch mit Genkartoffeln bereitstellen wollte, hat aufgrund der zahlreichen Proteste mitgeteilt, dass die Flächen nicht mehr zur Verfügung stehen. Vor allem die zahlreichen Biobauern und -imker in der Region hatten sich deutlich gegen die Versuche der BASF ausgesprochen und auch die Stadtverordnetenversammlung hatte einen Verzicht der Freisetzung gefordert. Allerdings ist der selbe Versuch auch für Falkenberg (Elster) angemeldet werden.

MOZ-Artikel

Gentechnikfreie Stadt Bernau

Mehrheitlich rufen die Stadtverordneten die Bernauer Landwirte und Verpächter von landwirtschaftlichen Flächen auf, sich zur gentechnikfreien Produktion zu bekennen sowie keine durch grüne Gentechnik veränderten Pflanzen anzubauen und auf gentechnisch veränderte Futtermittel zu verzichten.
Grundlage für diesen Appell war ein gemeinsamer Vorschlag der Fraktionen der Linken, der Freien und der SPD. Um diesem Appell Nachdruck zu verleihen, dürfen alle städtischen Flächen laut Beschluss künftig nur noch dann verpachtet werden, wenn die Pächter eine entsprechende vertragliche Verpflichtung eingehen und keine gentechnisch veränderten Pflanzen anbauen.

MOZ-Artikel

Förderverein Nuthe-Nieplitz-Niederung gegen Genmais -
3000 Hektar bleiben gentechnikfrei

Der Vorstand des Landschafts-Fördervereins hat einstimmig einen Beschluss gefasst, der den Einsatz jeglicher gentechnischer Verfahren und Materialien auf den Flächen des Vereins ausschliesst. "Dieser Landschaftsraum soll auch künftig der weitgehend natürlichen und umweltverträglichen Entwicklung vorbehalten bleiben", erklärt Vorstandsvorsitzender Karl Decruppe.
Mehr als 3000 Hektar Fläche sind im Eigentum des Vereins. Der Förderverein wird die künftige Zusammenarbeit - ob Verpachtung oder Auftragsvergabe - auf Landwirtschaftsunternehmen beschränken, die keine Gentechnik einsetzen.

MAZ-Artikel

Zweite gentechnikfreie Region in der Prignitz geplant

Der Initiative für eine gentechnikfreie Region gehören nicht nur Einzelbauern aus dem Landkreis und Mecklenburg-Vorpommern an, selbst die Kirchendiözese hat sich rigoros gegen den Anbau von transgenen Pflanzen auf ihrem Grund und Boden ausgesprochen. Bereits vor einigen Jahren legten die Kirchenkreise Perleberg-Wittenberge und Havelberg-Pritzwalk fest, diese Anbauform in Pachtverträgen auszuschliessen. Die Fläche, welche die Kirche somit in der Sperrzone beifügen wird, umfasst 3000 Hektar. Weitere 7500 Hektar steuern Landwirte aus der Region bei. Mitte April sei eine offizielle Gründungsveranstaltung geplant, zu der alle Akteure eingeladen sind, die eine Verpflichtungserklärung unterschreiben wollen.

Interessenten können sich bei Kathleen Awe vom Nabu unter 038791/67 18 melden.

MAZ-Artikel

Studie: Genmaisanbau ist für Schmetterlinge gefährlich

Der Anbau von gentechnisch verändertem Mais könnte auch die Artenvielfalt in Schutzgebieten gefährden, wenn kein ausreichender Sicherheitsabstand von den Anbauflächen zu ökologisch sensiblen Gebieten besteht. Das geht aus einer NABU-Studie im Auftrag des Landesumweltamtes Brandenburg hervor. Um die Eignung von Methoden zum Pollen-Monitoring zu untersuchen, hatte das Land Brandenburg im Sommer 2007 im und am Naturschutzgebiet Ruhlsdorfer Bruch (Märkisch-Oderland) technische und "biologische" (Bienenvölker) Pollensammler eingesetzt.
Die Ergebnisse zeigen: Pollen gelangten in grosser Zahl selbst bei einer Entfernung von 100 Metern in das geschützte Gebiet. Vor diesem Hintergrund fordert der NABU einen Mindestabstand von 1000 Metern zu Gen-Feldern, um Gefährdungen durch genmanipulierte Pflanzen in Schutzgebieten vorzubeugen.

Presseerklärung
Zusammenfassung der Studie

Prignitz: Neue gentechnikfreie Region

Parchim und die Prignitz haben eine weitere gentechnikfreie Region. Bauern von fünf landwirtschaftlichen Betrieben in der Prignitz und im südlichen Landkreis Parchim haben sich dazu zusammengeschlossen.

Artikel

Brandenburg: Genmais-Anbau geht leicht zurück

Inzwischen bietet das Standortregister des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit einen vollständigen Ã�Â�berblick über den geplanten Genmaisanbau in diesem Jahr. Standen Anfang Februar 2007 noch 101 Felder mit insgesamt 2107 Hektar im Standortregister, sind es diesem Jahr nur noch 93 Felder mit 2078 Hektar. Wieviel Genmais in diesem Jahr tatsächlich auf Brandenburgs Feldern angebaut wird, lässt sich aber jetzt noch nicht sagen, da in den nächsten Monaten noch viele Genmaisfelder von den Landwirtschaftsunternehmen wieder abgemeldet werden. So wurden im letzten Jahr über 750 Hektar Genmais wieder abgemeldet.

Eine weitere erfreuliche Entwicklung ist der Rückgang der am Genmaisanbau beteiligten Landwirtschaftsunternehmen. In diesem Jahr sind es 19 Landwirtschaftsunternehmen die zumindest teilweise auf den Genmais der Konzerns Monsanto setzen. Im letzten Jahr waren noch 24 Betriebe beteiligt. Auffällig ist auch, dass bis auf ein Unternehmen im Landkreis Spree-Neisse alle bereits im letzten Jahr Genmais angebaut haben.

Vom Genmaisanbau betroffen sind vor allem die Landkreise Märkisch-Oderland und Oberhavel. So hat bei Strausberg und im Oderbruch ein einziges Landwirtschaftsunternehmen, die Landfarm Hohenstein, 38 Felder mit insgesamt 519 Hektar Fläche angemeldet. Ein bis zwei Landwirtschaftsunternehmen bauen auch in den Landkreisen Spree-Neisse, Elbe-Elster, Ostprignitz-Ruppin und Uckermark Genmais an. Der Landkreis Oberspreewald-Lausitz bleibt noch anders als 2007 in diesem Jahr gentechnikfrei.

Pressemitteilung

MAZ-Artikel

Über 250 Menschen hörten Percy Schmeiser in Bad Freienwalde

Percy Schmeiser - Kanadischer Bauer und Träger des Alternativen Nobelpreises 2007 war am 13.01.08 zu Gast in Bad Freienwalde

Louise und Percy Schmeiser erhielten am 07. Dezember 2007 den Alternativen Nobelpreis für ihren Mut bei der Verteidigung der Artenvielfalt und der Rechte der Bauern und dafür, dass sie die ökologisch und moralisch verwerfliche Auslegung des Patentrechts in Bezug auf Saatgut ändern wollen.
Percy Schmeiser berichtete über 10 Jahre Erfahrung mit Agro-Gentechnik und stellte dar, dass es keinerlei Kontrolle darüber geben kann, was mit freigesetztem, genmanipulierten Saatgut passiert. Seine eigenen Felder waren durch Wind und Pollenflug kontaminiert worden. Deshalb versuchte der Saatguthersteller Monsanto 1998 die Schmeisers zu 400 000 Can. Dollar Patentlizenzgebühr zu verklagen. Schmeisers setzen sich bis heute gegen die Folgen juristisch zur Wehr.
Unter den Gästen an diesem Abend waren auch viele LandwirtInnen, ImkerInnen und PolitikerInnen. Der Wunsch gegen die AgroGentechnik in der Region aktiv zu werden wurde sehr deutlich, verschiedene Initiativen dazu wurden vorgestellt.


Gentechnikexperimente geplant - Jetzt Einwendungen schreiben!

Falkenberg - Müncheberg - Neutrebbin

In Neutrebbin plant der Gentechnikkonzern Pioneer Freilandexperimente mit herbiziresistentem Genmais. Feldversuche mit Genkartoffeln hat die BASF für Falkenberg und Müncheberg angekündigt. Zuzeit finden für diese Versuche die Genehmigungsverfahren statt, bei denen jeder und jede seine Ablehnung dieser Experimente mit Einwendungen deutlich machen kann. Einfach runterladen, ausdrucken, Unterschriften sammeln und bis zum 31. Januar an das Aktionsbündnis schicken!

Einwendung Neutrebbin

Einwendung Falkenberg & Müncheberg

Standortkarte Müncheberg

Standortkarte Falkenberg


02.01.2008: Aktion im Müncheberg

Am Vormittag versammelten sich 9 GentechnikgegnerInnen aus Märkisch-Oderland und dem Aktionsbündnis für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in Berlin und Brandenburg vor dem Rathaus in Müncheberg. Dort wurden die Antragsunterlagen für ein Freisetzungsexperiment der BASF in Augenschein genommen. Auf einem Feld zwischen Müncheberg und Trebnitz sollen genmanipulierte Kartoffeln freigesetzt werden. Dabei handelt es sich zum einen um Kartoffeln bei denen die Stärkezusammensetzung verändert worden ist und zum anderen um Kartoffeln mit Phytophtera-Resistenz. Alle Kartoffeln tragen zusätzlich eine Resistenz gegen ein Herbizid aus dem Hause BASF: Clearfield (Imidazolinon).
Anschliessend wurden vor dem Rathaus Transparente entrollt und die geplante Versuchsfläche besichtigt, um deutlich zu machen, dass die BASF hier mit Widerstand zu rechnen hat. Auch die Bauern aus der Region haben ihren Widerstand angekuendigt (MOZ-Artikel).


Broschüre:
Der Anbau gentechnisch veränderter Kulturpflanzen in Brandenburg

Das Aktionsbündnis gentechnikfreie Landwirtschaft Berlin-Brandenburg hat eine Broschüre zum Gentechnikanbau in Brandenburg heraus gegeben. Sie versammelt Artikel zur Geschichte und zur aktuellen Lage des Anbaus gentechnisch veränderter Kulturpflanzen in Brandenburg, zum Widerstand in der Region mit ihren Beweggründen und Hindernissen. Damit ist nicht nur das Aktionsbündnis selbst angesprochen, sondern auch die Diskussionen um die freiwillige Feldbefreiung und den gentechnikfreien Regionen.
Die Broschüre will einen Einblick geben in Strategien und Beweggründe der relevanten Akteure für und gegen die Agro-Gentechnik - in Brandenburg und über Brandeburg hinaus. So gibt es zum Beispiel einen Artikel zu Monsanto und Märka, eine Darstellung der Aktivitäten von InnoPlanta e.V. und einen Artikel zur allgemeineren Problematik der Nachwachsenden Rohstoffe.

Die Broschüre im pdf-Format (529 KB)



Das Aktionsbündnis trifft sich das nächste mal am Montag den 14.05. um 17:00 Uhr beim Gen-ethischen Netzwerk, Brunnenstr. 4, Berlin, U-Bhf Rosenthaler Platz.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.


Helfen auch Sie mit Ihrer Spende, die Agro-Gentechnik aus Berlin-Brandenburg fernzuhalten.

Bankverbindung:
Aktionsbündnis gentechnikfreie Landwirtschaft Berlin-Brandenburg
GLS Bank
BLZ: 430 609 67
Kto.Nr.: 111 190 2300

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